Information über analytische Psychotherapie
Die analytische Psychotherapie geht davon aus, dass seelische Vorgänge in erster Linie unbewusst sind. Die Ursachen seelischer Störungen liegen oft in der frühen Kindheit. Dabei sind die Erinnerungen an diese Zeit meist verdrängt und vergessen worden. Dieses Erleben will die Psychoanalyse wieder ins Bewusstsein heben und mit den gegenwärtigen Lebensbedingungen des Patienten in Beziehung setzen. Dabei kommt es entscheidend auf die Mitwirkung des Betreffenden an.

In der klassischen psychoanalytischen Situation liegt der Patient auf der Couch, der Analytiker sitzt auf einem Sessel hinter ihm, außerhalb seiner Sicht. Der Patient soll seinen Gedanken freien Lauf lassen, möglichst über alles reden, was ihn an Belastungen, Gefühlen, Träumen und menschlichen Beziehungen bewegt; dadurch kommen auch unbewusste Inhalte zum Vorschein; durch die Bewusstwerdung im psychotherapeutischen Gespräch können die Probleme bewältigt werden.

Diese intensive Behandlung ist sehr zeitaufwendig: Zunächst werden 160 Stunden bewilligt (2-3 Sitzungen pro Woche), bei Bedarf sind Verlängerungen bis 240 und maximal 300 Stunden möglich.