Verhaltenstherapie baut auf den Erkenntnissen der wissenschaftlichen
Lernforschung auf. Störendes oder schädigendes Verhalten ist
gelernt worden, es kann unter fachkundiger Anleitung wieder verlernt
werden. Dabei wird zunächst das problematische Verhalten analysiert:
Seit wann tritt es auf und durch welche inneren und äußeren
Bedingungen wird es aufrecht erhalten?
In der Verhaltenstherapie kommen verschiedene Methoden zur Anwendung:
Denkweisen,
die mit störendem Verhalten zusammenhängen, werden systematisch
verändert (kognitive Verhaltenstherapie).
Angstbesetzte Situationen (z.B. Platzangst, Spinnenphobie) werden durch
abgestufte Gewöhnung überwindbar gemacht.
Durch Rollenspiele und Übungen werden neue, alternative Verhaltensweisen
aufgebaut.
Klienten werden gezielt über ihre Problematik (Ängste, Zwänge,
Depressionen) aufgeklärt.
Das Erlernen von Entspannungstechniken fördert den Heilungsprozess.
Mit dem
ersten Antrag werden 25 bis 45 Therapiestunden bewilligt, bei Verlängerung
maximal 60, in besonderen Fällen bis zu 80 Stunden. |